1. Wie groß ist der M&A Markt durch Unternehmensnachfolgen in der Schweiz?
Transaction Partner AG betreut Unternehmen mit einem Transaktionswert zwischen 1 und 30 Mio. EUR. Der Markt für Unternehmensnachfolgen in diesem Segment ist in der Schweiz signifikant, da viele KMUs in den nächsten Jahren eine Nachfolgelösung suchen werden. Die in der Presse typischerweise kommunizierten Zahlen sind aber mit Vorsicht zu geniessen. Die grosse Mehrheit der üblicherweise aufgeführten Firmen sind sehr klein und es stellt sich bei Vielen die Frage nach der Nachfolgewürdigkeit. Aber auch wenn wir «nur» von einigen hundert Transaktionen in unserem Segment ausgehen, entspricht dies einem Marktvolumen von mehreren Milliarden Schweizer Franken jährlich.
2. Wie würden Sie die aktuelle Lage des M&A-Marktes in der Schweiz beschreiben, insbesondere im Vergleich zu anderen europäischen Ländern?
Der Schweizer M&A-Markt in unserem Segment zeigt sich stabil und dynamisch, Aussagen zu anderen europäischen Ländern können wir nicht machen, da wir die Gegebenheiten nicht präzise genug kennen. Die wirtschaftliche und politische Stabilität der Schweiz, gepaart mit einer starken KMU-Landschaft, zieht Investoren an. Während andere Märkte mit Unsicherheiten kämpfen, bleibt die Schweiz ein bevorzugter Standort, vor allem wegen ihrer Effizienz und klaren rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Tatsache, dass in der Schweiz die Veräusserung von im Privatvermögen gehaltenen Anteilen (AG/GmbH) steuerfrei erfolgen kann, macht ein Verkauf für die Inhaber zusätzlich attraktiv.
3. Warum sind die Transaktionsdauern in der Schweiz im Gegensatz zu anderen Ländern gesunken?
Die kürzeren Transaktionsdauern in der Schweiz können auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden: Erstens die gute Nachfrage auf der Käuferseite. Zweitens die hohe Professionalität und Effizienz der beteiligten Parteien. Drittens die Verfügbarkeit moderner Technologien wie Datenräume und spezialisierte Plattformen, die den Prozess beschleunigen. Diese Faktoren minimieren Verzögerungen und ermöglichen eine schnellere Abwicklung.
4. Was sind aktuell die größten Hürden bei M&A-Transaktionen?
Zu den größten Herausforderungen gehört vor allem die Finanzierung bei höheren Bewertungen und in diesem Zusammenhang die Verfügbarkeit qualifizierter und finanzkräftiger Nachfolger bzw. Käufer, besonders bei kleineren Unternehmen.
5. Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung des M&A-Marktes in der Schweiz ein?
Ich erwarte, dass der M&A-Markt in der Schweiz weiterhin wachsen wird, getrieben durch den demografischen Wandel und die Digitalisierung. Das Transaktionsvolumen wird steigen, da viele Unternehmer ihre Nachfolge aktiv regeln möchten. Auch die Digitalisierung wird weiter zunehmen und ist einer der wichtigsten Treiber.
6. Welchen Mehrwert bietet Ihre Plattform für M&A-Transaktionen?
Unsere Plattform "nachfolgeportal.ch" bietet maßgeschneiderte Lösungen, um die Komplexität von M&A-Transaktionen zu reduzieren und richtet sich auch an kleinere Unternehmungen. Durch moderne Technologien beschleunigen wir den Prozess und erhöhen die Transaktionssicherheit. Wir verbinden Verkäufer und Käufer effizient und bieten gleichzeitig Diskretion und Transparenz.
7. Inwiefern hat die Digitalisierung M&A-Prozesse verändert, und welche Rolle spielen dabei moderne Technologien wie Datenräume?
Die Digitalisierung hat M&A-Prozesse revolutioniert, indem sie Transparenz und Effizienz erhöht hat. Datenräume ermöglichen den sicheren Austausch von sensiblen Informationen, was Due-Diligence-Prozesse deutlich beschleunigt. Außerdem erleichtern digitale Plattformen und Datenräume den Zugang zu internationalen Käufern und erweitern damit die Marktchancen erheblich.
8. Welche Strategien verfolgen Schweizer Unternehmen, um den steigenden Anforderungen an Datenschutz und Compliance gerecht zu werden?
Die Schweiz hat sich bis jetzt im KMU-Bereich mit mehr oder weniger pragmatischen Lösungen profiliert. Ich hoffe das bleibt so.




