- Großbritannien verzeichnete 2025 mit 4.545 Transaktionen die höchste M&A-Aktivität Europas
- Durchschnittliche M&A-Dealgröße in Europa steigt auf mehr als 546 Millionen Euro – fast doppelt so viel wie über das Gesamtjahr 2025
- Add-on-Transaktionen machen inzwischen mehr als 58 Prozent aller europäischen PE-Deals aus
- KI-Infrastruktur, digitale Souveränität und regulatorische Anforderungen verändern den europäischen Dealmarkt nachhaltig
London / Frankfurt am Main, 8th June 2026 – Europas M&A- und Private-Equity-Markt startet mit deutlich größeren und selektiveren Transaktionen ins Jahr 2026 und gewinnt wieder an Dynamik. Zu diesem Ergebnis kommt der neue gemeinsame Report „Executing in an Era of Market Complexities: European M&A and PE Trends and the Technology Imperative“ von Drooms, einer führenden europäischen Plattform für sichere digitale Due Diligence und virtuelle Datenräume, und PitchBook, einem führenden Anbieter von Finanzmarktdaten und Analysen für die Private-Capital- und M&A-Branche.
Der Report zeigt: Großbritannien festigt trotz zunehmender geopolitischer und regulatorischer Unsicherheiten seine Rolle als wichtigster europäischer Markt für M&A- und Private-Equity-Transaktionen.
Demnach erreichte die Zahl europäischer PE-Transaktionen 2025 mit 8.187 Deals nahezu ein Dekaden-Hoch. Auch die M&A-Aktivität blieb mit 18.485 Transaktionen auf hohem Niveau. Im laufenden Jahr zeigt sich bereits eine deutliche Verschiebung hin zu größeren und selektiveren Transaktionen: Die durchschnittliche PE-Dealgröße in Europa liegt 2026 YTD bei 359,7 Millionen Euro, nach 289 Millionen Euro im Gesamtjahr 2025. Die durchschnittliche M&A-Dealgröße stieg auf 546,3 Millionen Euro.
Mit einem M&A-Transaktionsvolumen von 292,3 Milliarden Euro und einem PE-Dealvolumen von 169,4 Milliarden Euro erzielte Großbritannien 2025 die höchsten Werte aller im Report untersuchten europäischen Märkte. Mit 4.545 M&A-Deals und 1.857 PE-Transaktionen bleibt das Vereinigte Königreich Europas aktivstes Private-Capital-Ökosystem – sowohl gemessen an Volumen als auch an Anzahl der Transaktionen.
Gleichzeitig verändert sich die Struktur des Marktes. Die Zahl der Add-on-Transaktionen erreichte 2025 mit 1.064 Deals den höchsten Wert aller europäischen Regionen und unterstreicht die wachsende Bedeutung von Konsolidierungs- und Buy-and-Build-Strategien.
„Die Marktstimmung verbessert sich, aber Investoren agieren weiterhin äußerst diszipliniert“, sagt Alexandre Grellier, Gründer und CEO von Drooms. „Wir sehen aktuell keinen flächendeckenden M&A-Boom, sondern einen Markt, in dem Kapital sehr gezielt in hochwertige Assets, strategische Technologien und etablierte Plattformen fließt.“
Während einzelne Großtransaktionen die Schlagzeilen bestimmen, wird ein Großteil des Marktes weiterhin von operativer Wertschöpfung, Konsolidierung und strategischer Integration geprägt. Die mediane M&A-Dealgröße lag in Großbritannien 2025 bei 25,6 Millionen Euro, während der Durchschnittswert bei 317,6 Millionen Euro lag. Dies verdeutlicht, wie stark einzelne Großdeals die Gesamtmarktentwicklung beeinflussen.
„Unter der Oberfläche der großen Mega-Deals zeigt sich ein Markt, der zunehmend von Konsolidierung, Buy-and-Build-Strategien und operativer Komplexität geprägt ist“, sagt Dorothy Chan, Analystin bei PitchBook und Co-Autorin des Reports. „Viele Investoren verfügen weiterhin über erheblichen Dry Powder, investieren aber deutlich selektiver als noch während der Niedrigzinsphase.“
Digitale Souveränität und KI-Infrastruktur werden zu strategischen Faktoren
Ein weiteres zentrales Ergebnis des Reports: Die zunehmende Bedeutung von KI-Infrastruktur, Cloud-Souveränität und Datenhoheit verändert sowohl Investitionsentscheidungen als auch operative Prozesse im europäischen Dealmaking.
Großbritannien verdeutlicht dabei sowohl die Stärken als auch die Zielkonflikte eines global integrierten europäischen Technologie-Ökosystems. London zählt weiterhin zu den wichtigsten europäischen Zentren für KI-Talente, Wachstumsfinanzierungen und Private-Capital-Aktivitäten. Gleichzeitig gewinnen Diskussionen über technologische Unabhängigkeit, die Finanzierung heimischer Scale-ups und die Abhängigkeit von internationalem Kapital zunehmend an Bedeutung.
„Digitale Souveränität ist längst nicht mehr nur ein regulatorisches Thema – sie entwickelt sich zu einem operativen Erfolgsfaktor im Transaktionsgeschäft“, erklärt Grellier. „Investoren und Unternehmen achten heute deutlich stärker darauf, wo sensible Transaktionsdaten gespeichert werden, wie KI in Arbeitsabläufe integriert wird und welchen rechtlichen Rahmenbedingungen die eingesetzten Plattformen unterliegen.“
Laut Report steigen dadurch auch die Anforderungen an digitale Deal-Infrastrukturen. Moderne Datenraum- und Deal-Plattformen müssen heute nicht nur effizient und KI-fähig sein, sondern zugleich höchste Anforderungen an Datensicherheit, Compliance und KI-Governance erfüllen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Anforderungen und eines wachsenden Fokus auf technologische Souveränität in Europa.
Trotz der Erholung der Marktaktivität bleibt das europäische Dealumfeld damit von zunehmender Komplexität geprägt. Sinkende Zinsen und KI-getriebene Wachstumserwartungen sorgen zwar für neue Dynamik, geopolitische Unsicherheiten, Finanzierungsbedingungen und regulatorische Anforderungen beeinflussen jedoch weiterhin maßgeblich das Verhalten von Investoren und Unternehmen.
Der vollständige Report „Executing in an Era of Market Complexities: European M&A and PE Trends and the Technology Imperative“ steht hier zum Download bereit:





