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Wie Sie auch mit Kindern im Homeoffice produktiv arbeiten

23. April 2020 | Drooms Global


Aufgrund der Abstandsregelungen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus und der geschlossenen Schulen stehen viele Eltern nun vor dem Problem, ihre Kinder beschäftigen zu müssen, während sie selbst von zuhause aus arbeiten. Berufliche Aufgaben und Familienleben unter einen Hut zu bekommen kann eine große Herausforderung sein. Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie trotzdem produktiv bleiben.

Obwohl eine fehlende Kinderbetreuung für Berufstätige schnell zum Problem werden kann, heißt das noch nicht, dass Sie gar keine Arbeit erledigen können. Ohne Planung werden Sie allerdings nicht auskommen. Und genauso wenig ohne die Anpassung Ihrer Pläne im Nachzgang. Bleiben Sie also flexibel – nicht immer ist aller Anfang leicht und das ist absolut in Ordnung!

Kommunizieren und Grenzen festlegen

 

Sprechen Sie Kollegen und auch Kunden gegenüber offen und ehrlich Ihre aktuelle Situation an – insbesondere bei Online-Meetings und Telefonaten ist dieser Ansatz oft überraschend hilfreich. Geben Sie Ihrem Arbeitgeber Bescheid, zu welchen Zeiten Sie definitiv verfügbar sind und zu welchen nicht (beispielsweise, weil Sie Ihre Kinder dazu bewegen müssen, sich die Zähne zu putzen). So steuern Sie Erwartungen, geben sich und Ihrem Team eine Struktur vor und steigern Ihre Produktivität.

Außerdem empfehlen wir Ihnen, gemeinsam mit älteren Kindern Grenzen zu setzen. Damit helfen Sie der ganzen Familie, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Stellen Sie beispielsweise klar, dass ein Schild an Ihrer Bürotür bedeutet, dass Sie sich in einer Besprechung befinden und Ihre Kinder (außer in absoluten Notfällen) nicht hereinkommen dürfen.

Haushalten, bei denen aktuell beide Partner im Homeoffice arbeiten, empfehlen wir: Teilen Sie sich die Arbeit! Besprechen Sie vorab, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist, und unterscheiden Sie dabei zwei Rollen: Elternteil und Berufstätige/r. Planen Sie Zeiten ein, in denen einer von Ihnen sich um die Kinder kümmert und der andere sich auf die Arbeit konzentriert und tauschen Sie entsprechend nach einer Weile. So vermeiden Sie unnötiges Chaos.

Grenzen bedeuten aber auch, dass Sie sich einen festen Arbeitsplatz suchen. Hier haben natürlich all diejenigen einen großen Vorteil, die Platz für ein eigenes Arbeitszimmer haben! Möchten Sie das optimal nutzen, legen Sie mit Ihrer Familie Zeiten fest, zu denen die anderen Familienmitglieder erst anklopfen müssen, bevor sie hereinkommen. Sollten Sie kein Arbeitszimmer haben, suchen Sie sich eine ruhige Ecke oder ein anderes Zimmer, wo Sie Ihr temporäres Büro einrichten können. Und wenn Sie während extrem wichtiger Telefonate einfach keine Ruhe bekommen, kann sogar Ihr Auto vorübergehend zur Oase der Stille werden. Ja, das ist schon ziemlich gewagt.

Prioritäten bestimmen und sie bei der Planung berücksichtigen

 

Eine tägliche Routine – besonders dann, wenn Sie nun viel Zeit gemeinsam auf engem Raum verbringen – ist nicht nur wichtig, sondern hilft Ihnen auch, nicht den Überblick zu verlieren. Sollten Sie Ihre Kinder nun auch zuhause unterrichten müssen (Horror!), ist dieser Schritt besonders wichtig. Vergessen Sie dabei nicht, Ihre Aufgaben zu priorisieren, und bestimmen Sie realistisch, was machbar ist und was nicht. Setzen Sie sich kleinere, aber dafür spezifische Ziele.

Zum Beispiel:

  • Erstellen Sie eine Liste mit allen Aufgaben, die mit den Kindern (wie Hausaufgaben usw.) bzw. mit Ihren beruflichen Aufgaben sowie Deadlines zu tun haben.
  • Sortieren Sie diese Aufgaben nach absteigender Wichtigkeit.
  • Bestimmen Sie, bei welchen Aufgaben Ihre Kinder höchstwahrscheinlich Hilfe benötigen und welche sie alleine erledigen können.

Planen Sie Aufgaben, für die Sie Ihre Ruhe benötigen, gleichzeitig mit solchen, die die Kinder eigenständig erledigen können. Unwichtigere Aufgaben oder solche, denen Sie nicht Ihre ganze Aufmerksamkeit widmen müssen, sollten Sie auf Zeiten verschieben, in denen Sie von der Familie gebraucht werden.

Wenn Sie im Homeoffice arbeiten und ein Baby oder Kleinkind zuhause haben, nutzen Sie dessen Mittagsschlaf besonders intensiv. Auch die abendliche Schlafenszeit wird sich schnell zu Ihrem besten Freund entwickeln – dadurch werden einige zusätzliche Stunden frei.

Sollten Sie ältere Kinder haben, die mit ihren Hausaufgaben größtenteils alleine zurechtkommen, können Sie für alle Haushaltsmitglieder parallele „Arbeitszeiten“ planen. Der Schlüssel zum Erfolg? Erstellen Sie eine Übersicht über die zu erledigenden Dinge und die besten Zeiten, um sie abzuarbeiten.

Eine Liste spannender Aktivitäten anlegen

 

Bereiten Sie sich auf Gequengel vor: Der Satz „Mir ist langweilig!“ wird Sie die nächsten Wochen begleiten. Füllen Sie ein Glas mit Aktivitätsvorschlägen und lassen Sie Ihre Kinder einen davon aussuchen, wenn sie sich selbst beschäftigen sollen. Am schnellsten lassen sich die Kleinen überzeugen, wenn Sie sich gemeinsam ein paar Vorschläge überlegen. Sie könnten basteln, Brettspiele spielen, Rätsel lösen, lesen, malen, mit Lego spielen und vieles mehr.

Legen Sie dabei ganz spezifische Aktivitäten fest. Hier einige Vorschläge:

  1. Burgen und Höhlen bauen

Kein Witz: Kaum vorstellbar, dass es auf diesem Planeten Erwachsene oder Kinder gibt, die von der Idee einer selbstgebauten Höhle nicht begeistert sind! Von der Planung der benötigten Materialien bis hin zu Rollenspielen vergeht der Nachmittag damit wie im Flug. Bedecken Sie dazu einfach Ihre Möbel, wie Stühle oder sogar den Küchentisch, mit Decken und Laken.

  1. Schatzsuche

Keine Panik, dazu braucht es eigentlich gar nicht viel. Zeichnen Sie zum Beispiel einfach schnell eine grobe Skizze Ihrer Wohnung und markieren Sie das Versteck des Schatzes darauf, bevor Sie den Kleinen erklären, wie das Spiel funktioniert. Oder fordern Sie Ihre Kinder auf, eigene Karten zu zeichnen und sich selbst Schatzsuchen auszudenken.

  1. Bügelperlen

Bügelperlen sind nicht nur gut für stundenlange konzentrierte Beschäftigung, sondern fördern auch die Kreativität. Das Internet bietet zahllose Muster, die Ihre Kinder nachbasteln können, sodass Sie schon bald in Schlüsselanhängern, Magneten und Ohrclips schwimmen werden! Das Bügeln allerdings sollten Sie selbst und außer der Reichweite Ihrer Kinder erledigen.

Technologien nutzen

 

Zwar ist zu viel Zeit vor dem Bildschirm nicht gut für Kinder, doch in schwierigen Zeiten sind verzweifelte Maßnahmen durchaus in Ordnung. Machen Sie sich also keine Vorwürfe, wenn Sie Ihre Kinder ab und zu vor den Fernseher setzen.

Obwohl Technologien virtuelle Medien sind, bieten sie durchaus Möglichkeiten für die in diesen Zeiten dringend notwendige soziale Interaktion. Kinder können sich mit Großeltern, Freunden und anderen Familienmitgliedern unterhalten. Außerdem können sie Technologien nutzen, um Fähigkeiten auszubauen oder Neues zu lernen. Es gibt eine Unmenge Apps, Programme und Spiele, die Spaß machen, lehrreich sind und dabei eine gewisse Autonomie bieten. Wie zum Beispiel National Geographic Kids. Und auch Lunii, TipToi, Vtech Genius und SmartGames bieten einige gute Beschäftigungsmöglichkeiten. Mit diesen High-Tech-Spielen lernen Kinder ab drei Jahren:

  • Probleme zu lösen
  • Beobachten und sich Dinge merken
  • Herausforderungen zu begegnen und Lösungen zu finden
  • logisch zu denken
  • sich zu konzentrieren
  • kognitive Fähigkeiten zu entwickeln

Oder verwenden Sie Technologien, um im Homeoffice Ihre eigene Produktivität zu steigern! Datenräume und Videokonferenzsoftware machen es einfacher, mit anderen Teammitgliedern in Verbindung zu bleiben und erfolgreich zusammenarbeiten.