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UI/UX: Gute und schlechte Lösungen aus Designersicht

04. Juli 2019

Wie können Sie Ihre Webseiten und Anwendungen so gestalten, dass sie sich von denen anderer Anbieter abheben? Das ist keine einfache Frage – unter anderem auch deswegen, weil wir oft erst auf Benutzeroberflächen und Nutzererlebnisse aufmerksam werden, wenn wir auf schlechte Beispiele stoßen.


Grundprinzipien von Benutzeroberflächen/Nutzererlebnisse

Trotz ihrer engen Beziehung zueinander erfüllen Benutzeroberfläche (UI, vom Englischen „User Interface) und Nutzererlebnisse (UX, vom Englischen „User Experience“) zwei sehr unterschiedliche Rollen und beschreiben verschiedene Elemente des Designprozesses.

Als das „Gesicht“ einer Webseite, App oder Software steht der Begriff „UI“ in der IT für alles, womit wir interagieren und was wir sehen können. Sie umfasst die Optik und Nutzbarkeit eines Produkts. Hierzu gehören unter anderem Anzeigebildschirme, Tastatur, Maus und Desktop-Layout.

Welchen Zweck erfüllen diese Elemente?

Sie unterstützen den Benutzer dabei, mit einer Webseite oder Anwendung zu interagieren und dort zu navigieren.

Im Gegensatz hierzu steht im Mittelpunkt der UX die Aufgabe, dem Benutzer die richtigen Informationen für die jeweiligen Bedürfnisse bereitzustellen, um Probleme möglichst schnell und einfach lösen zu können.

Zu den Grundprinzipien eines guten UI-/UX-Designs gehören unter anderem:

  • Benutzerfreundlichkeit
  • Steuerung durch den Benutzer
  • Vermeidung von Fehlern und einfache Fehlerbehebung
  • Schwerpunktlegung auf das allgemeine Ziel der Website oder App, die Anforderungen des Benutzers zu erfüllen

Hauptziel von Designern ist es, Benutzern ein Produkt oder einen Service bereitzustellen, das bzw. der sich problemlos und intuitiv bedienen lässt.

Wer macht es richtig und was macht eine gute UI/UX aus?

Ein gutes Produkt entsteht dann, wenn bei der Entwicklung Wert auf Benutzerfreundlichkeit gelegt wird. Ist die Oberfläche intuitiv und wurde sie so gestaltet, dass dem Benutzer klar ist, dass die Entwickler seine Arbeitsweise kennen, wird das Design selbst höchstwahrscheinlich auch erfolgreich sein.

Alle Elemente und Aktionen sollten dem Benutzer klar angezeigt werden, sodass er das Gefühl erhält, die Kontrolle zu haben. Keinesfalls sollte es zu Situationen kommen, in denen die Benutzer nicht wirklich wissen, was das Programm alles kann.

Zu den Hauptelementen der Kontrolle und Benutzerfreundlichkeit, die Drooms anwendet, gehören unter anderem:

  • Klare Navigation und Bereitstellung von Orientierungshilfen für den Benutzer, sodass er sofort weiß, wo er sich befindet und welche Optionen ihm an diesem Punkt zur Verfügung stehen
  • Zeitlich gut abgestimmtes Feedback zu Benutzeraktionen für zusätzliche Transparenz
  • Fehlerprävention durch doppelte Bestätigung bestimmter Aktionen, z. B. bei der Zuweisung von Berechtigungen

Ein wichtiger Bestandteil des Kontrollaspekts ist es, Benutzern die Möglichkeit zu geben, Handlungen rückgängig zu machen und Fehler zu beheben. Googles Gmail-Benutzeroberfläche ist ein hervorragendes Beispiel hierfür: Als Benutzer hat man unter anderem die Möglichkeit, das Verschieben einer Konversation in den Papierkorb rückgängig zu machen.

Zu guter Letzt werden bei einem benutzerzentrierten Ansatz auch die unterschiedlichen Kenntnisstände der Benutzer berücksichtigt und eingeplant. Softwarelösungen wie Adobe XD beispielsweise stellen Tutorials für Benutzer bereit, die das Tool noch nicht kennen, wenn sie es zum ersten Mal öffnen – eine Option, die auch auf den digitalen Plattformen von Drooms eine wichtige Rolle spielt.

UI-Fehler sind keine Seltenheit

Was wir oben beschrieben haben, mag selbstverständlich klingen – und doch ist die Erstellung einer guten UI gar nicht so einfach, wie sie klingt. Der Beweis? Schlecht designte UIs finden sich überall im Internet! Erstaunlich viele Organisationen begehen grundlegende UI-Designfehler, unter anderem auch deswegen, weil diese sich sehr schnell einschleichen. Zu den häufigsten gehören:

Nichtbeachtung von gängigen Normen

Experimentelle Oberflächen sehen vielleicht auf den ersten Blick innovativ aus, doch häufig stellen sich Benutzer die Frage, welche Optionen ihnen offenstehen und wie sie im Tool von A nach B navigieren. Durch Befolgung gängiger Nutzungsnormen erhalten Benutzer sofort einen Überblick über ihre Möglichkeiten und können die Erfahrungen einsetzen, die sie im Umgang mit anderen Digitalprodukten bereits machen konnten.

Fehlende Erläuterungen und visuelle Darstellungen

Ein weiterer, häufig gemachter Fehler ist das Ergebnis eines „coolen“ UI-Designs, das nicht besonders übersichtlich ist und keine ausreichenden Informationen dazu bereitstellt, was die Plattform eigentlich kann. Benutzer, die ein Unternehmens-Tool zum ersten Mal verwenden, wissen häufig gar nicht, welche Funktionen es bietet. Produkte, in denen die Benutzer nicht klar durch die ersten Schritte geführt werden, bereiten den Anwendern nicht nur Kopfschmerzen, sondern verlängern auch den Lernprozess. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Tool schnell überhaupt nicht mehr genutzt wird.

Zu viele Informationen und Elemente

Weniger ist mehr. Eine gute Benutzeroberfläche ist selbst bei komplexen Produkten übersichtlich. Viele Designer machen den Fehler, jeden Bildschirm mit unzähligen Funktionen zu füllen, und gehen davon aus, dass der Benutzer sich die gleichzeitige Verfügbarkeit aller Möglichkeiten wünscht. Diese Informationsflut führt zu einer komplizierten Navigation und Interaktion mit der Plattform, sodass es Benutzern schwerfällt zu bestimmen, was der nächste Schritt ist oder ob sich bestimmte verfügbare Optionen überhaupt für die anstehende Aufgabe eignen.

Leistung im Mittelpunkt

Entwickler und Designer sehen sich schnell mit dem Risiko konfrontiert, sich zu sehr auf das Aussehen einer Oberfläche zu konzentrieren, bevor sie sich um den Entwicklungsprozess kümmern. Bei Digitalprodukten ist jedoch nichts wichtiger als Leistung.

Die beste Lösung ist, von Anfang an und bereits vor der Implementierung eng mit den Entwicklern zusammenzuarbeiten und sicherzustellen, dass sich alle Designs auch aus technischer Sicht umsetzen lassen. Sobald mit der Implementierung begonnen wurde, muss die Leistung der einzelnen Funktionen fortlaufend geprüft werden, um bei Bedarf kleinere Änderungen vorzunehmen (ohne dabei negativen Einfluss auf die Bereitstellung der richtigen Informationen auf dem Bildschirm zu nehmen).