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Sechs Herausforderungen, denen sich M&A-Berater stellen müssen

15. Mai 2017 | Drooms Germany

Die Finanzindustrie ist ständig im Wandel, und damit Finanzberater wertschöpfend für ihre Kunden wirken können, müssen Sie in der Lage sein, die damit verbundenen Herausforderungen zu erkennen und die notwendigen Änderungen zu übernehmen. Die Welt wird immer vernetzter, und Technologie verwandelt die Art und Weise, in der wir kommunizieren und Geschäfte tätigen. Diese beiden Trends sind grundlegend für die Hauptprobleme, die M&A-Berater navigieren und bewältigen müssen, wenn sie weiterhin hochwertige Dienstleistungen für ihre Kunden erbringen wollen. Was sind also die sechs größten Herausforderungen, mit denen M&A-Berater konfrontiert sind?


Globalisierung

Zu den Hauptproblemen gehört weiterhin die zunehmende Globalisierung des M&A-Sektors und des Finanzsektors im Allgemeinen. Fusionen und Übernahmen (M&A) sind nicht mehr auf dieselbe Weise lokalisiert wie einst – Märkte sind vernetzter, und der Standort einer Firma hat nichts mit deren Fähigkeit zu tun, Deals abzuwickeln. Globalisierung bedeutet, dass der Berater in der Lage sein muss, Informationen aus unterschiedlichen Märkten zu absorbieren und im globalen Kontext zu arbeiten, anstatt nur die lokalen Märkte im Auge zu behalten.

Digitalisierung

Auch die Auswirkungen der Digitalisierung in der Finanzindustrie machen sich im M&A-Sektor bemerkbar. Heute werden in diesem Sektor keine Geschäftsabschlüsse in Büroräumen mehr getätigt – von Geschäftsabschlüssen bis hin zum Verwalten von Dealflows wird alles online abgewickelt. Außerdem macht die Digitalisierung die meisten Informationen online verfügbar, wodurch unbedingt sichere Wege gefunden werden müssen, um diese sensiblen Daten gefahrlos zu verwalten. Für einen modernen Berater ist die Fähigkeit, neue Technologien zu nutzen und zu begrüßen, ein auschlaggebender Erfolgsfaktor.

Spezialisierung und kleine, hochspezialisierte Anbieter

Die beiden oben genannten Herausforderungen haben auch einen weiteren, wichtigen Trend in der Branche beeinflusst: die Spezialisierung. Investoren wenden sich zur Verwaltung ihrer Investitionstätigkeiten nicht mehr ausschließlich an große Firmen, sondern vielmehr steigt das Interesse an spezialisierten Firmen. Kleine, hochspezialisierte Firmen befinden sich seit dem Crash von 2008 im Aufstieg  – damals begannen Investoren, sich mehr auf ein zweckbestimmtes Beratungserlebnis zu konzentrieren und sich nach Anbietern umzusehen, die nicht denselben Interessenkonflikten unterliegen wie dies zum Beispiel bei großen Wirtschaftsprüfungsfirmen der Fall sein könnte. Allerdings haben diese kleinen Firmen ihre eigenen Herausforderungen – Fragmentierung ist ein Problem, und der Wettbewerb gegen multinationale Konzerne in einer globalisierten Welt kann sich für kleine Beraterteams schwierig gestalten.

Differenzierung

Mit dem vorangehenden Punkt verbunden ist auch die Schwierigkeit der Differenzierung. Der Markt wird immer überfüllter, und selbst wenn Berater sich spezialisieren, müssen sie sich dennoch von anderen hochspezialisierten Beratern abheben. In der Konkurrenzlandschaft müssen Berater in der Lage sein, ihrem Wert gegenüber Kunden klar zu umreißen – Transparenz ist ein wichtiger Faktor, um sich dieser Herausforderung zu stellen.

Zinssätze

Zinssätze standen für Berater stets im Brennpunkt und die aktuellen niedrigen Zinssätze verursachen Probleme, vor allem für Anleger mit festverzinslichen Titeln. Berater haben die schwierige Aufgabe, die Zinssätze einerseits in die Portfolios zu integrieren und andererseits auf einen wahrscheinlichen Anstieg der Zinssätze vorbereitet zu sein.

Veränderung des Kapitalmarkts

Aber auch auf den Kapitalmärkten ist ein großer Wandel zu verzeichnen. Im Zuge der Globalisierung ist Kapital heute erheblich weniger „lokalisiert“, und die Finanzdienstleitungsbranche fängt an, ihre Kunden auf eine neue Weise zu bedienen. Transaktionen sind dabei, sich zu verändern, zum Großteil aufgrund des Wachstums des Fintech-Sektors. Ein weiterer Aspekt der veränderlichen Kapitalmärkte ist der Generationswechsel. Der Umgang mit den Märkten hängt von der jeweiligen Generation ab, und das ist etwas, was Berater bedenken müssen. Millennials zum Beispiel nehmen AI-Plattformen und Management-Tools schnell an, da sie wissen, dass Fintech ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis bietet.

Wie die obigen Ausführungen zeigen, sind M&A-Berater mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Um in dieser konkurrenzbetonten und schwierigen Landschaft bestehen zu können, müssen moderne Berater anpassungsfähig sein und den Blick ständig in die Zukunft richten.