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Nachhaltigkeit in der Immobilienbranche: Wie Digitalisierung ein ESG-Reporting erst möglich macht

16. September 2021

Nachhaltige Konzepte bedingt durch die neuen ESG-Regularien werden zunehmend Teil der Unternehmenswelt. Die Anforderungen an Akteure in der Wirtschaft und Politik ändern sich mit einer wachsenden Dynamik und Komplexität: mehr Regularien, mehr Konkurrenz und ein stetiger Wertewandel. Damit ändern sich die Ansprüche in der Entwicklung, Bewirtschaftung und Verwaltung von Immobilien. Daten bilden dabei die Grundlage, damit Unternehmen zukunftsfähig bleiben.


Die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen ESG-Kriterien bringen Bewegung in die Immobilienbranche. Sie setzen sich aus den Komponenten Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zusammen und dienen dazu, die Nachhaltigkeits- und Sozialverantwortung von Unternehmen messbar zu machen. Dass dem Thema Nachhaltigkeit in unserer Branche eine höhere Bedeutung beigemessen wird, bestätigt die Drooms-Umfrage* zu den Trends, Bedürfnissen und Herausforderungen im Real Estate Asset Management in Europa. Demnach steht Nachhaltigkeit mit durchschnittlich 36 Prozent bei den europäischen Immobilienexperten ganz oben auf der Agenda. In Großbritannien und Deutschland wird der Thematik mit 43 bzw. 42 Prozent die höchste Bedeutung beigemessen. 

ESG und die daraus resultierenden Veröffentlichungspflichten bauen auf einer großen Anzahl von Daten auf. Es bedarf einer gepflegten Datenstruktur, um belastbare Auskünfte für ein ESG-Reporting nutzen zu können. Dafür müssen die entsprechenden Daten gesammelt, strukturiert, in Datenbanken abgelegt und stetig aktualisiert werden. Neue Technologien, die alle Stufen des Asset Management-Prozesses auf einer Plattform abbilden, sind unabdingbar. Laut der Drooms-Umfrage hat die Immobilienbranche europaweit in Sachen Digitalisierung Nachholbedarf. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, ein mangelndes Wissen über existierende Technologien zu haben. Nun will die Branche verstärkt in neue Technologien investieren, um den Anforderungen nachkommen zu können: Rund 80 Prozent der europäischen Immobilienexperten sieht eine Erhöhung des Budgets für neue Technologien in den kommenden zwei Jahren für wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich. Etwa 70 Prozent der Befragten gab an, dass Immobilienunternehmen durch mehr Datenkontrolle am meisten von einer Effizienzsteigerung profitieren.

Die Umfrage macht deutlich, dass Digitalisierung und das nachhaltige Verwalten von Assets bei Immobilienexperten hoch im Kurs stehen. Das Digitalisieren von Dokumenten führt nicht nur zu schnelleren und verbesserten Geschäftsprozessen, sondern ebnet gleichzeitig den Weg zu mehr Transparenz und Nachhaltigkeit im Asset Management.

*Die Umfrage erfolgte quantitativ mithilfe eines Online-Fragebogens mit acht Fragen. Es wurden Kunden und Interessenten in Europa im März 2021 per E-Mail aufgefordert, an der Befragung teilzunehmen. Insgesamt haben 255 Immobilienexperten geantwortet.