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Der Aufstieg der virtuellen Assistenten

05. November 2020 | Drooms Global


Mit der zunehmenden Verbreitung von Innovationen wächst auch der Einsatz virtueller Assistenten in Unternehmen, die Engagement und Produktivität steigern sollen

Der Erfolg der virtuellen Assistenten (VAs) beruht größtenteils auf technologischen Verbesserungen. Insbesondere die künstliche Intelligenz (KI) hat die Entwicklung verschiedener Arten von virtueller Assistenten möglich gemacht, darunter virtuelle persönliche Assistenten (VPAs), virtuelle Kundenassistenten (VCAs) und virtuelle Mitarbeiterassistenten (VEAs).

Nach Angaben des führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner werden bis 2021 25 % der digital Arbeitenden täglich einen VEA nutzen. Im Jahr 2019 betrug diese Zahl noch weniger als 2 %.

Obwohl die meisten virtuellen Assistenten derzeit textbasiert arbeiten, erfreuen sich solche mit Sprachsteuerung zunehmender Beliebtheit. Gartner prognostiziert, dass bis 2023 25 % der Interaktionen von Mitarbeitern mit sprachgesteuerten Anwendungen erfolgen werden.

Was ist eine virtuelle Assistententechnologie?

Ein intelligenter virtueller Assistent, auch KI-Assistent genannt, ist ein Anwendungsprogramm, das in natürlicher Sprache erteilte Sprachbefehle versteht und dann Aufgaben für den Benutzer erledigt. VAs nutzen tiefe neuronale Netze, maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz und Cloudtechnologie.

Auch wenn nicht sofort mit einer weitverbreiteten Nutzung von VEAs gerechnet wird, sind virtuelle Assistenten wie sie derzeit z. B. im IT- und im Kundenservicesektor eingesetzt werden, häufiger anzutreffen und sie bieten eine Reihe von Funktionalitäten.

Das Spektrum der VAs reicht von einfach bis komplex. Einfache virtuelle Assistenten sind Anwendungen, die sich der Methode „Befehl und Steuerung“ bedienen. Dies kann bedeuten, dass Sie dem Assistenten einen einfachen Befehl wie „Anrufen“ geben und die Anwendung führt ihn dann aus.

Die komplexeren Systeme erweitern die Interaktionen. Vollständig dialogfähige virtuelle Assistenten wurden zwar noch nicht in großem Maßstab entwickelt, aber es gibt interessante Projekte, die dies zu ändern versuchen. Der Alexa-Preis ist zum Beispiel ein weltweiter Wettbewerb für Universitätsstudenten mit dem Ziel, die Entwicklungen auf dem Gebiet der dialogorientierten KI zu beschleunigen.

Die beliebtesten virtuellen Assistenten

Die heutigen virtuellen Assistenten zeichnen die Befehle der Benutzer auf und senden diese Sprachaufnahme an einen Prozessor in der Cloud, der die Absicht des Benutzers ermittelt. Zu den beliebtesten sprachgesteuerten Diensten zählen unter anderem:

 

1. Google Assistant

 

Google Assistant funktioniert auf jedem Betriebssystem. Die sprachaktivierte Software kann einfache Anfragen handhaben, die von Erkundigungen nach der Wettervorhersage bis hin zur Ausführung von Anrufen reichen. Die Anwendung kann die Informationen auch in verschiedene Sprachen übersetzen lassen. Google verfügt über zusätzliche Funktionen, die eine Verbindung zu Smartgeräten im Büro und zu Hause herstellen können.

 

2. Cortana

 

Cortana ist die virtuelle Assistentin in Windows. Die Anwendung funktioniert auf Windows-Betriebssystemen und auch auf anderen Plattformen. Sie kann wie Google Assistant verwendet werden. Es ist möglich, Erinnerungen einzurichten und einfache Anfragen zu stellen. Die Anwendung kann auch gut in Terminkalender integriert werden, was sie zu einem perfekten Begleiter für das Büro macht.

 

3. Siri

 

Die Anwendung Siri ist Teil des Apple-Betriebssystem iOS und ist im Bereich der virtuellen Assistententechnologie eine der führenden. Siri ist ein weiteres sprachaktiviertes System, mit dem Benutzer Anrufe tätigen, Erinnerungen festlegen und nach Informationen suchen können. Siri reagiert auch auf verschiedene Sprachen und man kann zwischen einer männlichen und einer weiblichen Stimme auswählen.

 

4. Nina

 

Nina wird als „menschenähnliche“ virtuelle Assistentin vermarktet und wird häufig in der Selbstbedienungsbranche eingesetzt, weil sie intelligente automatisierte Gespräche ermöglicht. Der Schwerpunkt liegt darauf, durch das Trainieren von Systemen und der Technologie des maschinellen Lernens im Laufe der Zeit korrektere und intuitivere Gespräche zu erzeugen.

 

5. VIV

 

VIV wird als Branchenneuling betrachtet. VIV ist eine offene KI-Plattform, die externen Entwicklern erlaubt, den Programmiercode bei der eigenen Entwicklung von virtuellen Assistenzdiensten zu nutzen. Die Anwendung kann komplizierte Sprache verstehen und profitiert von den Fähigkeiten des maschinellen Lernens. Die Technologie kann auf verschiedenen Plattformen eingesetzt werden, darunter Handys, Fernseher und Autos!

Die Zukunft von virtuellen Assistenten

Der Aufstieg der virtuellen Assistenten war schnell und ist noch relativ jung. Wie die Erkenntnisse von Gartner zeigen, werden virtuelle Assistenten in der Geschäftswelt immer mehr zum Mainstream werden und unsere Arbeitsweise weiterentwickeln. Verbesserungen der KI-Technologie werden schließlich die Funktionsweise von virtuellen Assistenten optimieren. Es ist damit zu rechnen, dass die Assistenten der nächsten Generation Folgendes sein werden:

 

  • Maßgeschneidert – Organisationen können eigene spezifische Interaktionen erstellen, die das Nutzererlebnis verbessern. Die Anpassung an die eigenen Anforderungen kann von einfachen Maßnahmen, wie die Anpassung der ausgewählten Stimme und Sprache bis hin zu der Art und Weise reichen, in der die Assistenten reagieren und antworten.

 

  • Kontextempfindlich – virtuelle Assistenten können Zusammenhänge zur Steuerung der Aktionen nutzen. Dadurch soll es Menschen leichter gemacht werden, das zu erreichen, was sie möchten, und das auf jedem Gerät.

 

  • Dialogfähig – die Gesprächsführungsfähigkeiten der virtuellen Assistenten wird sich weiter verbessern. Künstliche Intelligenz wird sinnvollere und längere Interaktionen auf Systemen ermöglichen.