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Anwendungen künstlicher Intelligenz machen Anwälte zu Tech-Experten

27. März 2017 | Drooms Germany

Innerhalb der Finanzbranche hat künstliche Intelligenz (KI) bereits ihren Platz gefunden, Anwaltskanzleien jedoch fangen gerade erst an, in disruptive Technologien zu investieren. Ganz oben auf der Tagesordnung steht die Beschleunigung von Prozessen: Stundenlanges Prüfen und Einsehen von Dokumenten wird durch automatisierte, intelligente Prozesse ersetzt. KI ist im Begriff, die Art und Weise, in der wir Due Diligence-Prüfungen durchführen, für immer zu verändern.


Die Anwaltsbranche verabschiedet sich von überholten Modellen

Schon heute lagern viele Kanzleien Niedrigpreisarbeiten und Aufgaben, die keine besondere Spezialisierung erfordern, an externe Dienstleister aus, die in der Lage sind, qualitativ hochwertige Resultate zu liefern. Traditionelle Honorarregelungen, wie die Abrechnung nach Stundensätzen, werden folglich zunehmend als veraltet betrachtet.

Der renommierte Technologieberater und Oxford-Professor Richard Susskind fordert bereits seit zehn Jahren, die Anwaltsbranche müsse sich den Veränderungen stellen, die neue Technologien mit sich bringen: „Legal-Tech-Experten werden sich als unentbehrliche, wirklich doppelt qualifizierte Mitarbeiter erweisen, die in der Lage sind, Computersysteme für juristische Zwecke aufzubauen.“ Künstliche Intelligenz hat schon heute enorme Auswirkungen auf die Branche.

Künstliche Intelligenz in der Anwaltsbranche

Einem vor kurzem in der Financial Times erschienenen Artikel zufolge, setzen juristische Start-ups auf Maschine Learning, um die herkömmlichen Arbeitsweisen zu revolutionieren. Künstliche Intelligenz übernimmt nach und nach die zeitaufwändigsten Aufgaben, die bisher manuell ausgeführt wurden, wie das Lesen und Klassifizieren von Dokumenten bei Rechtsstreitigkeiten.

So nutzte die US-Kanzlei Cooley prädiktive Algorithmen, um in einem Streitfall 29 Millionen Dokumente nach Suchbegriffen, Synonymen und verwandten Suchmustern zu durchforsten. Mehrere technologiebewusste Kanzleien untersuchen derzeit die Optionen, die ihnen durch künstliche Intelligenz und deren Potenzial zum Durchbrechen eingefahrener Geschäftsprozesse und zur Prozessoptimierung geboten werden.

Durch künstliche Intelligenz Geschäftswert erzeugen

Strukturierte Daten sind hoch organisiert und stellen circa 20 % des Gesamtwissens eines Unternehmens dar. Die restlichen 80 % bestehen aus Bildern, E-Mails, Social-Media-Posts, Word-Dokumenten, Audio- und pdf-Dateien. Diese nicht formalisierten Informationen – auch unstrukturierte Daten genannt – sind für Computer nur schwer lesbar und somit unverständlich.

Das Strukturieren nicht formalisierter Daten heißt, diese Daten zu Analysezwecken, wie im Falle einer rechtlichen Due Diligence, schnell lesbar und zugänglich zu machen. Für Kanzleien, die große, in Datenräume hochgeladene Datenvolumen bearbeiten müssen, könnte dies möglicherweise erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse bedeuten.

Unternehmen aus allen Industriezweigen interessieren sich in zunehmendem Maße für eine potenzielle Auslegung dieser Daten und setzen dabei auf Natural Language Processing oder NLP (dt. maschinelle Verarbeitung natürlicher Sprache), einen Unterbereich der künstlichen Intelligenz, um diese Fülle an Informationen lesbar zu machen. NLP ist eine Technologie, die Computern ermöglicht, sowohl gesprochene als auch geschriebene menschliche Sprachmuster zu untersuchen, zu analysieren und zu verstehen.

Dies ist beispielsweise für Unternehmen von Interesse, die durch die Analyse von Social-Media-Inhalten oder Gesprächsprotokollen messen möchten, wie ihre Produkte und Dienstleistungen bei der Öffentlichkeit ankommen. Außerdem investieren Unternehmen aller Art, von Einzelhandelsfirmen bis hin zu Banken, in technologische Innovation, um ihren Geschäftswert durch diese Daten zu steigern.

NLP in Due Diligence-Datenräumen

Die meisten Unterlagen, die in einen Datenraum hochgeladen werden, sind technisch unstrukturiert. Natural Language Processing analysiert und kategorisiert diese Informationen auf höchst effektive Weise. Je ausgefeilter die Technologie, umso spezifischer die Kategorisierung der Informationen.

NLP ist in die KI-Technologie von Drooms NXGs integriert - mit der intelligenten Suchfunktion können Wörter, Wortmuster und Synonyme in der gesamten Datenraumdokumentation erfasst werden, ungeachtet des jeweiligen Formats, wodurch ein präziseres Durchforsten des Materials im Datenraum möglich ist. Zudem ermöglicht die Übersetzungsfunktion die Echtzeitübertragung von Dokumenteninhalten aus einer Fremdsprache.

Der Überzeugung folgend, dass alles  letztlich auf Sprache beruht, versteht sich das Ausschöpfen des gewaltigen Potenzials von NLP-Anwendungen zu Datenanalysezwecken quasi von selbst: „NLP bietet Unternehmen aus den Sektoren Digitale Werbedienste, Rechtswesen und Medien schon heute einen Wettbewerbsvorsprung.”

Datenraum-Algorithmen werden entscheidende Due Diligence-Aufgaben ausführen

Drooms bewegt sich auf ein intelligentes und automatisiertes Due Diligence-Erlebnis zu, indem wir NLP- und KI-Algorithmen in den Prozess einfließen lassen. Monatelange Forschung und Zusammenarbeit mit internationalen Rechtsexperten haben den Weg hin zu  einem voll automatisierten, selbstlernenden Datenraum geschaffen, der zum Beispiel die automatische Bewertung der Risiken und Chancen ermöglicht, die ein Deal beinhalten können.

Red-Flag-Berichte bilden das Kernstück eines fundierten rechtlichen Due Diligence-Prozesses. Meist sind hierfür Hunderte Stunden Analysearbeit erforderlich – diese Arbeit wird von Rechtsberatern ausgeführt und verursacht letztlich hohe Kosten. Mit der Findings-Manager-Funktion ersetzt Drooms NXG die manuelle Arbeit hinter den Red-Flag-Berichten dank KI-Technologie. Die im Datenraum implementierte KI-Technologie analysiert den Inhalt von Dokumenten und kann die Risiken und Chancen einer Transaktion sowie deren potenziellen finanziellen Wert beurteilen.

Mit Drooms NXG arbeiten wir daran, zeitaufwändige, manuelle Arbeit durch KI-Technologie zu ersetzen, so dass Analysten, Verkäufer und Käufer sich auf strategischere Aufgaben konzentrieren können. Wir arbeiten unablässig daran, einen Datenraum bereitzustellen, der die Tech-Experten der Zukunft begeistern wird.